Windelfrei, geht das wirklich? | Wie und warum wir unser Baby abhalten

„Was machen sie da?“, werde ich am Rastplatz von einem neugierigen Mann gefragt, als ich unseren Sohn am Abhalten war. Auf meine Antwort: „Ich halte ihn ab!“, kam nur folgender Satz: „Was ist das den wieder für eine neumodische Erfindung?". Na ja Windelfrei gibt es schon viel länger als es Wegwerfwindeln gibt und was Windelfrei eigentlich bedeutet erfahrt ihr in diesem Beitrag.

„Windelfrei? Was ist das für eine neumodische Erfindung?“

„Was machen sie da?“, werde ich am Rastplatz von einem neugierigen Mann gefragt, als ich unseren Sohn am Abhalten war. Auf meine Antwort: „Ich halte ihn ab!“, kam nur folgender Satz: „Was ist das den wieder für eine neumodische Erfindung?“. Na ja Windelfrei gibt es schon viel länger als es Wegwerfwindeln gibt und was Windelfrei eigentlich bedeutet erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Windelfrei ist absolut nicht neu! In weiten Teilen der Welt gibt es gar keine Windeln. Pampers sind eher ein Phänomen der westlichen Welt. Ein perfektes Beispiel für gutes Marketing. Aber wie machen die anderen Kulturen das so ganz ohne Windel??

„Euer Kind hat keine Windel um?!“ Zugegeben, der Begriff Windelfrei ist erstmal etwas irreführend. Windelfrei bedeutet nicht, dass man keine Windel umhat, sondern die Windel nur als ein „Backup“ dient, wenn dann doch mal was ins Höschen geht oder man gerade nicht abhalten kann. Wenn das Kind „muss“ macht es nicht einfach in die Windel, sondern wird abgehalten. Egal ob über einem Töpfchen, dem Waschbecken, Toilette oder draußen in freier Wildbahn.

Windel wird ausgezogen, Kind hält man zwischen den Beinen fest und gibt ihm ein Signal, dass er sich erleichtern kann. Bei uns ist es ein „PFFT“ bei anderen ein „SSSSSS“ – da könnt ihr kreativ werden. Es gibt verschiedene Positionen zum Abhalten, probiert es am besten aus, welche bei euch am besten funktioniert!

Vorteile von Windelfrei sind:

– weniger Müll
– spart Geld
– Beziehung wird vertrauter zwischen Eltern und Baby
– Baby lernt seinen Körper besser kennen
– weniger Bauchschmerzen
– kein unangenehmes Zurückhalten der Ausscheidungen
– Wund sein wird ausgeschlossen
– Baby wird schneller trocken

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„Und wie erkennt man, dass Babys müssen?“

Babys geben Signale – von Geburt an! Die Signale können sehr individuell sein:

– Baby wird plötzlich unruhig
– verzieht sein Gesicht
– fängt an zu strampeln
– wird plötzlich ganz ruhig

Mit der Zeit haben wir festgestellt das der Kleine bestimmte Rhythmen hat.

Wir halten ihn daher immer:

-nach dem Aufstehen
– nach dem Schlafen
– nach dem Stillen
– nach der Trage

*Zwischendurch gibt es immer wieder Phasen, in denen sich der Rhythmus ändert. Egal ob es die Einschalfzeit, Stillzeit oder eben die Toilettenzeit.*

In diesem Video geht es auch um das Thema Abhalten.

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„Stoffwindeln?! Dann kauf dir eine eigene Waschmaschine!“

Als ich Karl in der Schwangerschaft fragte, ob er dabei wäre, wenn wir Stoffwindeln nutzen, war er mehr als entsetzt und hatte seinen Standpunkt klar geäußert: „Kommt nicht in die Tüte Anna!“ Ein paar Monate Windelfrei später haben wir einen süßen Stoffwindelpopo auf dem Boden rum robben. Durch das Abhalten haben wir immer weniger Windeln gebraucht oder haben einige weggeworfen, wo „kaum was drin“ war. Diese Haufen an Müllberge war uns einfach zu krass. So ein kleiner Kackfratz produziert eine Menge Müll und greift auf Dauer auch ordentlich in die Tasche! Wir lieben die Kombination Stoffwindeln und Abhalten. Nachts schläft der Kleine super und es macht einen riesigen Radau, wenn wir in nachts wickeln. Deswegen haben wir nachts noch eine Wegwerfwindeln, da merkt er die Nässe nicht so und schläft friedlich weiter, wenn wir zeitlich mit der Arbeit viel eingespannt sind greifen wir auf Wegwerfwindeln zurück. Es geht nicht darum JEDES Geschäft aufzufangen, wenn du Zeit hast und das Gefühl hast, das Kind muss. Go for it!

Unsere Tipps: Beim Töpfchen ging bei uns viel zu oft was daneben. Die Toilette oder das Waschbecken sind unsere Favoriten, wenn wir drinnen sind. Am Anfang haben wir den Kleinen einfach erst auf ein Handtuch gelegt, die wir liebevoll „Kacka- Matte“ nennen, und einer von uns ist erst auf Toilette gegangen und der Kleine nach uns. Ein Spiegel ist bei uns nicht wegzudenken, der Kleine kann immer daran schauen und sieht unsere Gesichter.

Funfact: Unser Kleiner wird mittlerweile richtig böse, wenn wir ihn nicht abhalten. Selbst bei der Omi, die ab und zu aufpasst funktioniert das Abhalten. Wir können es nur jedem empfehlen Windelfrei mal auszuprobieren! Es lohnt sich.

Seitdem der Kleine krabbelt, sich überall hochzieht und mit dem Beikost Start war das Abhalten für uns ziemlich schwierig geworden. Der Kleine hat gefühlt nur noch Krabbeln im Kopf und scheint öfters zu vergessen, dass er muss. Also ging öfters mal was in die Buchse.

Ihr seid dran: Habt ihr schon mal Abhalten ausprobiert? Wie läuft es bei euch mit Windelfrei? Habt ihr noch weitere Tipps zu dem Thema? Ab in die Kommentare damit!

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